Einmal links. Einmal rechts.
Der Tannenhof fühlt sich manchmal an wie das schönste Ende der Welt. Und gleichzeitig liegt fast alles erstaunlich nah.
Innsbruck, die Tiroler Landeshauptstadt, ist perfekt für einen Tag zwischen Bergen, Altstadt und Cafés. Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald bringen bayerisches Lebensgefühl, historische Ortskerne und beeindruckende Bergkulissen ins Spiel. Das Schöne daran: Man muss sich nicht festlegen.
Heute durch eine Altstadt schlendern. Morgen an einem Bergsee sitzen. Übermorgen auf einen Gipfel steigen. Und am Abend wieder zurückkommen.
Dorthin, wo es ruhiger wird. Zentral gelegen. Und doch weit weg vom Trubel.
Märchenkönige & Lieblingsorte
Manchmal liegen die bekanntesten Sehenswürdigkeiten näher als gedacht.
König Ludwig II. hat seine Schlösser direkt vor den Toren des Außerfern gebaut. Ob er dabei neidisch auf unsere Bergkulisse geschielt hat, wissen wir nicht. Zugegeben: Der Gedanke gefällt uns. Schloss Neuschwanstein muss man nicht unbedingt von innen gesehen haben. Aber einmal davorstehen sollte man schon.
Thomas kennt dafür die beste Zeit. Frühmorgens, auf einer seiner Radrunden, wenn die Wege noch leer sind und das Schloss fast nur den Bergen gehört. Mittags sieht die Welt dort meist ganz anders aus. Und wenn man schon in der Gegend ist, lohnt sich ein Abstecher nach Füssen. Durch die Altstadt schlendern, ein Eis in der Hand, das Treiben beobachten und für einen Moment ein bisschen Stadtluft schnuppern.
Das Schöne daran: Am Abend wartet wieder die Ruhe.
Weltberühmt. Und doch nur einen Katzensprung entfernt.
Ein Tal voller Geschichten
Das Lechtal erzählt seine Geschichten nicht laut. Man muss ein wenig genauer hinhören. Zwischen Bergdörfern, alten Höfen und den Wegen entlang des Lechs begegnet man einer Region, die über Jahrhunderte ihren eigenen Charakter bewahrt hat. Wer die Geschichte der Schwabenkinder kennt, versteht schnell, warum die Menschen hier bis heute als besonders bodenständig, stolz und widerstandsfähig gelten. Auch außergewöhnliche Persönlichkeiten haben hier ihre Spuren hinterlassen. Anna Dengel, die Gründerin der Missionsärztlichen Schwestern, stammt aus dem Lechtal. Die Geierwally wurde zum Sinnbild für Mut, Eigensinn und die Kraft, seinen eigenen Weg zu gehen.
Doch das Lechtal lebt nicht nur von seiner Geschichte. Holzschnitzereien, Lüftlmalereien, kleine Werkstätten und gelebtes Handwerk gehören bis heute zum Alltag. Die Wunderkammer in Elbigenalp erzählt davon auf besondere Weise und sollte auf keiner Bucketlist fehlen.
Thomas behauptet gerne, es gäbe nichts Schöneres, als mit dem Rad durch das Lechtal zu rollen. Vielleicht hat er recht. Vielleicht sind es aber auch die Geschichten, die diesen Ort so besonders machen.
Ein Tal voller Charakter. Und voller Geschichten.